Wolfgang Huste Polit- Blog

„Ökologische Plattform Pfalz” gegründet

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Hauenstein. Im Landgasthof "Zum Ochsen" in Hauenstein haben sich mit der Gründung der "Ökologischen Plattform Pfalz" die südwest- und die vorderpfälzische Arbeitsgruppe der Linken zusammengeschlossen. "Die Grünen bei den Roten", wie sie sich selbst nennen, wollen kurz-, mittel- und langfristig erreichen, dass die Linken auch für die ökologiebewussten Bürger attraktiv und wählbar sind. Schnell waren sich die neun anwesenden Gründungsmitglieder einig, dass jeweils ein Sprecher aus der Hinterpfalz und der Vorderpfalz gewählt werden sollten, welche die Missstände, Ideen und Verbesserungsvorschläge ihrer Mitstreiter sammeln und diese in Räte weiterleiten sollte. Jeweils einstimmig wurden Beate Wagner für die Hinterpfalz und Michael Böse für die Vorderpfalz als Sprecher gewählt. Böse, Mitglied des Kreisverbandes Bad Dürkheim, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, hatte im Vorfeld sein Interesse an dem Amt gegenüber dem geschäftsführenden Mitglied des Landesverbandes, James Herrmann, bekundet und seine Zustimmung im Fall seiner Wahl gegeben. Der Pirmasenser Linken-Stadtrat Fritz Wirth, der auch Sprecher des sozial-ökologischen Stadtverbandes ist, übernahm die Versammlungsleitung der Sitzung. Er führte aus, dass die Schlagworte sozial, ökologisch und Natur für die Plattform zusammengehören. Nicht nur wegen der steigenden Benzinpreise würden die Naherholungsgebiete mehr an Bedeutung gewinnen, auch sehe er eine Verpflichtung die Natur hinsichtlich des Tourismus zu schützen, da sich dieser - "hoffentlich in naher Zukunft" - als festes wirtschaftliches Standbein entwickeln werde. Deshalb werde das Thema Tourismus einen der Prioritätsplätze auf der Aufgabenliste der ökologischen Plattform einnehmen. Dieser Meinung schloss sich Beate Wagner an. Sie vertrat die Ansicht, dass man vor der eigenen Haustür noch viel aufzuarbeiten hätte. Unter anderem nannte sie die Müllverbrennungsanlage in Pirmasens-Fehrbach. Mittlerweile sei nicht nur die ökologische Plattform der Linken davon überzeugt, dass diese nicht mehr zeitgemäß ist. Da sich die Verpackungen in den letzten Jahren geändert haben, hätte sich auch die Zusammensetzung vom Müll geändert, ergänzte Wirth. Er forderte, dass zeitnah die Filter überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Wagner stellte die Frage in die Runde, ob die Anlage nicht zurückgebaut werden müsse. Sie vertrat die Ansicht, dass an dem Negativbeispiel der Müllverbrennungsanlage das Naturbewusstsein der Bürger gestärkt werde. Wirth versicherte, dass er im Stadtrat diesbezüglich immer wieder nachfragen werde. Der Kreisvorsitzende der Linken, Walter Meffert, der am Gründungsabend die Schriftführung übernommen hatte, machte darauf aufmerksam, dass die Umwelt entlastet würde, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel auf Gasbetrieb umgestellt werden. Als Beispiel nannte er die Stadt Saarbrücken. Wirth freute sich über das Projekt "Niedrigenergiehaus" auf der Husterhöhe ebenso wie über die Elektrofahrräder, die in Pirmasens bereits erfolgreich eingesetzt werden. Sogar Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis sei von der Idee angetan und hätte es schon ausprobiert. Das nächste Ziel, so Wirth, werde es sein, ein Fahrradständer wie am Bahnhof mit Ladegerät vor dem Rathaus zu installieren. Er ist sich sicher, dass die Aktion "Fahrrad mit Rückenwind" dadurch aufgewertet würde. Groß auf die Fahne geschrieben hat sich die Plattform das Thema Schienenverkehr. Langfristig müsse der Bahnverkehr intensiviert werden, so der Arbeitskreis. Der Rohstoff Öl werde nicht ewig zur Verfügung stehen und das Autofahren immer unerschwinglicher. Deshalb fordert die ökologische Plattform den Ausbau des Schienennetzes, was besonders in Richtung Saarland dringend erforderlich sei. Als Gäste konnte die neu gegründete ökologische Plattform Marion Morassi und Wolfgang Huste aus Ahrweiler begrüßen. Beide bekleiden Ämter im Orts- und Kreisverband der ökologischen Plattform in Ahrweiler. Morassi ging in ihrem Grußwort auf die Ziele ein, welche die Plattform seit ihrer Gründung im Jahr 2009 verfolgt. Wobei keine Prioritäten gesetzt seien. So dürfte die Nutzung der erneuerbaren Energien nicht nur den Besserverdienenden zugänglich sein. Auch Bürger mit wenig Einkommen müssten davon profitieren können. Der Tier- und Verbraucherschutz sowie die Qualität des Trinkwassers stünden genauso im Focus wie die Städteplanung und der sanfte Tourismus. (mom) © Copyright Pirmasenser Zeitung • Donnerstag, 24. Juni 2010
Dieser Beitrag wurde am Freitag, 25. Juni 2010 um 12:32 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Hier gibt es ausführliche Informationen über den Energiehof Jühnde:

    http://www.bioenergiedorf.de/con/cms/front_content.php?idcat=13

    Comment: Wolfgang Huste – 01. Juli 2010 @ 14:40

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