Wolfgang Huste Polit- Blog

Säugling in Stall gefunden – Polizei und Jugendamt ermitteln. Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen

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BETHLEHEM, JUDÄA. In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war. Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert. Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt. Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen." Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zur medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand näher unter die Lupe genommen. In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können." Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe"
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 23. Dezember 2010 um 14:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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9 Comments »

  1. Die Originalgeschichte ist genau so unwahrscheinlich wie die Tatsache, dass sich irgendeine Sozialbehörde VOR der Schädigung eines Neugeborenen um dasselbe kümmert !!!

    Comment: Hans - Joachim Schulz – 23. Dezember 2010 @ 15:52

  2. Mensch Herr Huste,

    tut das Not? Nicht alle Linken-Wähler sind Atheisten.
    Der Text grenzt an Blasphemie „Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand näher unter die Lupe genommen.“

    Das muss doch nicht sein.

    Comment: Linker Christ – 23. Dezember 2010 @ 16:16

  3. Der Straftatbesatand „Blasphemie“ (ein eher mittelalterlicher Straftatbestand) ist hier mit Sicherheit nicht efüllt- es handelt sich eindeutig um Satire. Ich werde auch nicht dafür bestraft, wenn ich die Existenz von Hexen oder Engeln bestreite, oder die Einwirkungen von Sternen auf mein Schicksal. Warum sollte es dagegen „sträflich“ sein, die Existenz eines Gottes, einer Göttin – oder mehrerer Götter-. zu leugnen? Erst war der Mensch da- dann der Gottesbegriff, nicht umgekehrt.

    Comment: Wolfgang Huste – 23. Dezember 2010 @ 16:36

  4. Als ehemaliger Biologe kann ich versichern: Eine Jungfrau kann keine Kinder bekommen und: Wunder gibt es nicht, sie sind allesamt erklärbar (aber ich erkenne täglich: Das Mittelalter ist zumindest partiell noch nicht zuende- und hier und da ist die Zeit der Aufklärung noch gar nicht angebrochen). Und wenn wir dieses und jenes (noch) nicht erklären können, dann liegt es an uns Menschen – es fehlt uns dann nur das nötige Wissen, die entsprechenden wissenschaftlichen (Hilfs-) Mittel, um dieses oder jenes zu erklären. Nicht alles ist notwendig, aber alles hat eine Ursache. In diesem Sinne sind wir Linke im besten Sinne „Erkenntnisoptimisten“.

    Streng genommen gibt es keine „Zufälle“.
    Ich halte es da eher mit Goethe: „Das Erforschliche soll man erforschen, das nicht Erforschliche verehren!“. Genau wie Goethe bin ich eher ein Pantheist; die Natur „als solche“ ist also für mich das „Göttliche“.

    Die zentrale Frage lautet hier anders: „Was konkret würde sich in ihrem Leben ändern, wenn Sie wüßten: es gibt keinen Gott?“. Würden Sie dann nicht mehr zur Arbeit gehen, oder in die Schule/Uni- würden sie nicht mehr schlafen und lieben können, sich nicht mehr an der Natur erfreuen?

    Comment: Wolfgang Huste – 23. Dezember 2010 @ 16:50

  5. AG Christinnen und Christen bei der Partei DIE LINKE

    Wir konnten uns im Mai 1990 gründen, nachdem die PDS im März ihre neuen Positionen zu Gläubigen, Kirchen und Religionsgemeinschaften dargelegt hatte. Dabei benannte die PDS ihre „Mitverantwortung an einer verfehlten Politik der SED, die tragische Schicksale, Benachteiligung, Verdächtigung und ohnmächtige Betroffenheit auslöste“. Sie bekannte ihre „Mitschuld an der bisherigen Politik“ und bat „die Gläubigen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften um Versöhnung“.
    Unser Anliegen

    Christinnen und Christen, Jüdinnen und Juden, Musliminnen und Muslime sowie anderen Religionsgemeinschaften Zugehörige sind weder eine soziale Gruppe noch eine politische Partei. Sie gehören vielmehr allen sozialen Gruppen an und können Mitglieder oder Wählerinnen und Wähler aller humanistisch orientierten politischen Parteien sein. Sie haben ein jeweils individuelles Verständnis ihres Glaubens und können nicht gemäß ihrer Konfession weltanschaulich festgelegt werden. Eben so wenig ist DIE LINKE eine Weltanschauungspartei. Das den Juden in der Thora gegebene und von den Christen übernommene Gebot der Nächstenliebe stimmt überein mit dem Eintreten der Partei DIE LINKE „für eine friedliche, humane und solidarische Gesellschaft, in der sich jeder Mensch in der Gemeinschaft mit anderen frei entfalten“ kann. weiterlesen
    Treffen

    Wir beraten jeweils am 2. Sonnabend der Monate März, Juni, September und Dezember ab 10.30 Uhr im Karl-Liebknecht-Haus, 10178 Berlin, Kleine Alexanderstraße 28. Meistens beschäftigen wir uns dabei auch mit einer Thematik, die uns interessiert und weiterbildet.
    Kontakt

    Arbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen bei der LINKEN
    Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin
    ag.christinnenchristen@die-linke.de

    Comment: Wolfgang Huste – 23. Dezember 2010 @ 16:52

  6. Der Kapitalismus hat auch Einfluß auf die Familie. Hier ein Beispiel: Oma schenkte mir zu Weihnachten was im Wert von 80 Euro, ich schenkte ihr was im Wert von 100 Euro. Also bekomme ich noch von Oma 20 Euro zurück.

    Comment: Wolfgang Huste – 23. Dezember 2010 @ 17:46

  7. christ sein hat für mich nichts mit klerus oder religionsgemeinschaft oder jeden sonntag in die kirche laufen zu tun. christ sein hat für mich mit meiner persönlichem art zu leben zu tun. hierbei bedeuten mir die ideale des sozialismus, gleichheit, gerechtigkeit und solidarität als vorraussetzung um als christ „guter mensch“ zu leben, sehr viel.
    mit sozialistischem gruß peter odenkirchen

    Comment: peter odenkirchen – 23. Dezember 2010 @ 19:28

  8. Ein Geburtstagslied für Jesus!

    http://www.youtube.com/watch?v=CpCINMcEZ2w

    Comment: Wolfgang Huste – 24. Dezember 2010 @ 12:26

  9. Auch das ist ein schönes Weihnachtslied: http://www.youtube.com/watch?v=j3dr1lYDQAI&feature=player_embedded

    Comment: Wolfgang Huste – 24. Dezember 2010 @ 13:30

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