Wolfgang Huste Polit- Blog

Papst-Rede im Bundestag. LINKEN-Stühle sollen leer bleiben

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Zum morgigen Auftritt von Joseph Ratzinger vor dem Deutschen Bundestag erklären Tim Bühner und Frank Laubenburg für die Landesarbeitsgemeinschaft queer der LINKEN.NRW:

Katholische Würdenträger sind es ja mittlerweile gewohnt, vor leeren Rängen zu sprechen. Das sollte morgen auch Joseph Ratzinger so ergehen. Dessen Haltung nicht nur, aber auch zu Fragen der Empfängnisverhütung, Abtreibung und zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen sind nicht nur rückständig und reaktionär, sie kosten
zahlreiche Menschenleben. Die hohen HIV-Infektionsraten in großen Teilen Afrikas sind nicht zuletzt Folge des von Ratzinger wiederholt bestätigten Kondomnutzungsverbots für Katholiken. Die Ausschreitungen und Angriffe auf Demonstrationen von Lesben und Schwulen in Osteuropa
sind maßgeblich von katholischen Fundamentalisten auf Papst-Linie zu verantworten. In der Bundesrepublik verstößt die katholische Kirche mit ihrer organisierten Hetze gegen und Diskriminierung von Schwulen und Lesben zu den verfassungsfeindlichen Organisationen. Vor diesem Hintergrund hat die Landesarbeitsgemeinschaft queer der LINKEN. NRW die Abgeordneten der LINKEN im Deutschen Bundestag aufgefordert, dem morgigen Papst-Auftritt vor dem deutschen Bundestag fernzubleiben und
sich statt dessen an den zahlreichen Gegenaktionen zu beteiligen.

Geradezu unsäglich ist es, dass der Deutsche Bundestag plant, die Plätze von Abgeordneten, die der Rede fernbleiben, „aufzufüllen“ mit ehemaligen Abgeordneten und MitarbeiterInnen von Bundestagsfraktionen.
Die Entscheidung von Abgeordneten, der Papstrede fernzubleiben, ist eine politische Entscheidung, die als solche auch sichtbar zu sein hat. Von daher fordern wir den Bundestag und die Fraktion DIE LINKE auf, es nicht zuzulassen, dass irgendwelche Claqueure die Plätze von
Abgeordneten einnehmen.

Quelle: DIE LINKE NRW, 21.09.11

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 21. September 2011 um 13:09 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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1 Kommentar

  1. Der Berlinert Bischof sagte, in der Stadt seien noch etwa 30 Prozent der Leute in einer Kirche. Geht man davon aus, dass von diesen höchstens die Hälfte katholisch ist und von dieser Hälfte wiederum ein Großteil nur noch taufscheinkatholisch sein dürfte, so schrumpft das auf maximal zehn Prozent der Berliner zusammen. Und für diese ein solches Spektakel, das dutzende Millionen kostet. Für die Hungernden in Ostafrika hat man gerade mal so etwa zehn Millionen bereit. Und der Bayern-König sagt, man solle sich nicht an materiellem Reichtum orientieren und kommt in einen Staat, dessen führendes Personal durch die Bank weg sich an nichts anderem als an materiellem Reichtum orientiert. Gibt es Widersprüchlicheres in der Welt?

    Robert Steigerwald

    Comment: Wolfgang Huste – 23. September 2011 @ 17:15

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