Wolfgang Huste Polit- Blog

Linke Medien braucht das Land. Aktion „Junge Welt“. Von Wolfgang Huste

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Rund 98 bis 99% der Medien in Deutschland, insbesondere der Printmedien, sind ideologisch konservativ bis faschistoid ausgerichtet (u.a. die „Deutsche National-Zeitung; die „Junge Freiheit“). Sie berichten eindeutig parteiisch zugunsten der herrschenden Eliten, des kapitalistischen Systems. Von Meinungsvielfalt ist da keine Spur. Denn: Viele verschiedene Zeitungen mit den gleichen ideologischen Aussagen zeugen nur von einer quantitativen Medienvielfalt. Das sagt aber noch lange nichts aus über deren „aufklärerischen“ Qualitäten zugunsten der Majorität. Die „Verpackung“ der jeweiligen Medien kann variieren- die Inhalte, die ideologischen Aussagen, sind in der Regel die gleichen. Das erkannte ich schon im zarten Alter von 16 Jahren, als ich in einer Dortmunder Schülerzeitung den Agitprop-Satz schrieb: „DIE WELT ist die BILDzeitung für den Reaktionär mit gehobenen Ansprüchen!“. Die meisten Medien sind im engsten oder weitesten Sinne pro kapitalistisch, pro NATO, ebenso antikommunistisch und antisozialistisch ausgerichtet. Sie verstehen sich oftmals als Sprachrohr der „politischen Mitte“, ohne zu hinterfragen, wer da die Definitionshoheit darüber hat, was eine politische Mitte ausmacht. Sie hinterfragen auch nicht kritisch, wo das „Normale“ aufhört, und das „Extreme“ (= Außergewöhnliche) anfängt.

Über eine neue Hautcreme, über diese oder jene Pop-Ikone, über diesen oder jenen Exstremsportler wird seitenweise – in der Regel positiv oder zumindest neutral – berichtet, über die sogenannte „extreme“ Linke nur negativ. Die bürgerlichen Zeitungsverleger sind stolz darauf, dass sie angeblich „unparteiisch“ sind- obwohl sie nahezu täglich in erster Linie gegen Linke im allgemeinen und gegen DIE LINKE im besonderen anschreiben, berichten. Die mehr oder weniger gleichgeschalteten Mainstreammedien hinterlassen tiefe Spuren in den Hirnen der Menschen.
Der Brecht’sche Satz: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!“ bewahrheitet sich oftmals nicht nur bei und nach den Wahlen. Es gibt viele Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen- dennoch wählen sie, insbesondere in ländlichen und bürgrlich-konservativ geprägten Gebieten, eine der Sozialabbauer- und Kriegsbefürworterparteien, oftmals aus Tradition, weil auch ihre Vorfahren solche Parteien wählten, oder weil sie sich nicht mit den besseren Alternativen auseinandergesetzt haben. Der von mir zitierte Satz von Bertolt Brecht kann noch wie folgt ergänzt werden:“…und nur die dümmsten Kälber lesen auch die Zeitungen der Metzger selber!“. Wenn täglich – von der Wiege bis zur Bahre – Antikommunismus und Antisozialismus in die Köpfe der Menschen hineingepresst werden, da ist es schwer, eine Gegenöffentlichkeit zum politischen Mainstream aufzubauen. Mittlerweile gibt es hier und da „freie Radios“, deren kritische und sehr hörenswerte Programme sich wohltuend von den oftmals faden, unkritischen Beiträgen des öffentlichen Rundfunks abheben. Und leider sind Printmedien wie www.marx21.de oder „Der Freitag“, oder www.sozialismus.info“, die Monatszeitung „Solidarität“, herausgegeben von der SAV, oder die „Junge Welt“ in breiten Bevölkerungskreisen nicht so bekannt. Viele BürgerInnen zensieren sich selbst, in dem sie alles, was links ist, erst gar nicht lesen, weil sie ihre eigenen Vorurteile nicht in Frage stellen wollen, denn nichts ist so schwierig wie das Ändern einer Einstellung- insbesonders, wenn es sich um die eigene handelt. Helft daher mit, die Junge Welt auch in eurer Stadt bekannt zu machen. Sprecht euren Zeitschriftenhändler, euren Kioskbesitzer an und verlangt dort die Junge Welt, auch aus einer Solidarität heraus zu den MacherInnen dieser informativen und traditionsreichen Zeitung. In der Regel wird er sie euch innerhalb von 24 Stunden liefern können. Und falls jemand eine eigene Homepage besitzt:Veröffentlicht dort ab und an Beiträge aus den von mir genannten Medien, oder setzt einen entsrpechenden Link. Auch in diversen Foren/Communities kann und soll mensch für die genannten Medien werben. Stärken wir die Gegenöffentlichkeit, fördern wir verstärkt Medien, die nicht so sehr die Interessen „von denen da oben“ berücksichtigen, der herrschenden Eliten, die Interessen von wenigen Privilegierten- sondern die Interessen „von denen da unten“, der Majorität. Auch das verstehe ich unter einer sozialistischen Demokratie, unter einer Demokratisierung der Medienwelt im besonderen und der Gesellschaft im allgemeinen.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 11. November 2011 um 13:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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3 Comments

  1. Diesem ausführlichen text kann man wahrlich nichts mehr hinzufügen.
    Das beschreibt alles was ich so über das Thema denke nur ist dieser
    Text natürlich besser formuliert.Davon abgesehen gibt es wirklich
    gute zeitungen wie die genannten oder z.B. auch die jungle World oder
    Analyse und kritik.Es gibt natürlich auch die schwierigkeit beim lesen manchmal
    da ist man mithin schon gefordert sofern man nicht grad studiert hat,
    aber man sollte sich mühen es geht schließlich um was,gelle?

    Kommentar: carola Hammelmann – 11. November 2011 @ 13:58

  2. In der Kurzfassung. Jede Meinung rechts von der DKP, MLPD etc. ist faschistoid bzw. konservativ. So kann man die Welt auch sehen.

    Kommentar: Smoke – 11. November 2011 @ 14:27

  3. Hallo smoke, ich sprach von „konservativ bis ganz rechts“. Wollte damit nur allgemein anmerken, dass es deutlichst (!) mehr konservative (rechte) als progressive (linke) Medien gibt. Unter meinen Bekannten und teilweise auch unter meinen Freunden sind einige „Wertekonservative“. Die sind mir deutlich sympathischer als Strukturkonservative. Wer wissen möchte, wo da der gravierende Unterschied liegt, findet die entspechende Antwort im Internet, bzw. bei Wikipedia.

    Kommentar: Wolfgang Huste – 11. November 2011 @ 17:09

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