Wolfgang Huste Polit- Blog

Polizei ermittelt wegen der Nazi-Parolen beim FCK

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Die Polizei ermittelt wegen antisemitischer und rassistischer Vorfälle beim Training des Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern am Sonntag. Der israelische Stürmer Itay Shechter war mit antisemitischen Sprüchen beleidigt worden. Zwei Stadionbesucher empfingen die FCK-Profis zudem mit dem Hitlergruß. Ein Polizeisprecher sagte, möglicherweise sei der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Der Verein hatte Ordnungsbehörden und Polizei zuvor gebeten, "den Vorfällen mit aller Schärfe nachzugehen und sie strafrechtlich auszuwerten". Der FCK forderte die am Sonntag anwesenden rund 300 Fans auf, bei der Aufklärung der Vorfälle mit Zeugenaussagen zu helfen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) verurteilte den Vorfall aufs Schärfste: "Dafür schäme ich mich", sagte FCK-Fan Beck am Montag in Mainz. "Rassismus hat beim FCK weder eine Zukunft noch eine Gegenwart", sagte der Lauterer Klubchef Stefan Kuntz. Ähnlich äußerte sich Trainer Marco Kurz: "Solche Szenen sind beängstigend und in höchstem Maße zu verurteilen. Von so etwas distanzieren wir uns ganz, ganz kräftig." Antisemitische Beleidigungen Nach dem desolaten 0:4 (0:3) der abstiegsbedrohten Pfälzer am Samstag im rheinland-pfälzischen Derby beim FSV Mainz 05 wurde die Regenerationseinheit der Profis am Sonntag von rechtsradikalen Gesten und antisemitischen Beleidigungen gegen Shechter überschattet. Eine Gruppe von knapp zehn Personen, die laut FCK-Pressesprecher Christian Gruber seit Jahren Stadionverbot hat und einer alten Hooliganszene angehört, sei dafür verantwortlich gewesen. Berichte, die Polizei hätte am Sonntag nicht eingegriffen, um einer Eskalation vorzubeugen, wies ein Polizeisprecher zurück. "Von uns waren zwei mit der Fanszene vertraute Beamte im Stadion. Sie waren etwa 100 Meter entfernt, als am anderen Ende des Stadions ein Tohuwabohu entstand." Da sie die Urheber aber nicht lokalisieren konnten, hätten die Beamten nicht gleich vor Ort eingreifen können. Gruber hatte mitgeteilt, die Polizei habe aus "deeskalierenden Gründen" auf eine Entfernung der Personen vom Stadiongelände verzichtet. Aussprache mit den Fans Nach dem Training trafen sich die seit 13 Spielen erfolglosen Profis und 200 Fans im Stadion zu einer Diskussion. "Die Aussprache war heftigst - sehr emotional. Die Spieler haben aber auch die Meinung und Gefühle, die Ängste der Fans wahrgenommen", sagte Kuntz der "Rheinpfalz": "Als Fazit möchte ich das Positive sehen - nicht das nicht zu entschuldigende Auftreten von Radikalen." Als Reaktion auf die Leistung in Mainz haben die FCK-Verantwortlichen den Profis bis auf weiteres ein Interviewverbot erteilt. Freie Trainingstage wurden gestrichen. Auch wurden die Spieler aufgefordert, sich abends aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Quelle: SWR vom 27.02.12, http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=9349978/1xbcxpr/index.html
Dieser Beitrag wurde am Montag, 27. Februar 2012 um 18:21 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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