Wolfgang Huste Polit- Blog

Hat Dummheit, im Sinne von ungebildet sein, einen evolutionsbiologischen Vorteil? Eine Glosse von Wolfgang Huste

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Es existieren definitiv mehr dumme als schlaue Menschen, im Sinne von ungebildeten. Wahrscheinlich wurden sie im Laufe ihres Lebens verdummt, unter anderem durch die Massenmedien der herrschenden Eliten, durch System loyale Lehrer_Innen, Professor_Innen, Erzieher_Innen usw.. Ich schätze, dass etwa 90% der Menschen ungebildet sind, denn sonst würden sie nicht die Metzgerzeitungen lesen oder gar Metzgerparteien wählen, die früher oder später die Massen mit Sozialabbau quälen, die weit eher Banken statt Menschen oder die Natur retten, die sogar in diesem oder jenem Land Menschen abschlachten (lassen)! Wer sich intensiv bildet, muss viel Zeit investieren, bekommt keine sofortige Belohnung in Form von Geld. Die anderen, die sich nicht bilden, können in der selben Zeit z.B. ganz gemächtlich zu einem Mc Donald schlendern und sich dort mit Essen und Getränken abfüllen. Für den nächsen Winter, für die nächste Hungerzeit, futtern sie sich dort ein dickes Fettpolster an. Die Möglichkeit zu verhungern wird dadurch enorm geschmälert. Oder sie gehen in ein Cafehaus und schlürfen einen Espresso, balzen dabei diesen oder jenen Menschen an. Wer sehr gebildet ist, ist auch schneller und öfter einsam, weil er oder sie eben die anderen 90% in der Regel nicht "intensiv" kontaktiert, eher meidet (obwohl Dummheit definitiv nicht ansteckend wirken muß) und weil sie "von den anderen" oftmals gar nicht oder falsch verstanden werden. Ddurch entstehen oftmals unschöne Missverständnisse, die im schlimmsten Fall auch blutig enden können (z.B. in Form des berühmten Messers im Rücken oder so).  Wer sehr gebildet ist, gilt als Klugscheißer_In, wird eventuell von der Majorität ausgegrenzt, kann sich dadurch auch seltener paaren, wird am Arbeitsplatz, in der Schule, häufig gemobbt. Bildung führt also zu negativen Sanktionen mannigfacher Art, und das führt wiederum zu Depressionen, zu diversen Krankheiten (die wiederum die Krankenkassen belasten). Und: Kranke, grüblerische Menschen sind dem Tod ein Stückchen näher als sehr gesunde, fröhliche! Diese fernöstliche Weisheit hat schon der konfuse Konfuzius in seiner Jugend in Form von Glückskeks-Sprüchen abgesondert. Mit dem Backen von solchen Keksen hat Konfuzius sein gesamtes Studium finanziert. Heute lebt eine ganze Industrie davon, auch der hoch verehrte Dalai Lama. Nicht jeder Mensch kann oder möchte einen gesellschaftlichen Liebesentzug aushalten, möchte lieber konform gehen, mit und in dem Mainstream schwimmen, statt ein Außenseiter zu sein. Bunte Vögel fallen stärker auf als graue, die eher dem Bodengrund ähneln. Auch hier gilt: Das Mittelmaß und damit auch das Mittelmäßige setzt sich eher durch als die Abweichung von der Norm. Besonders schöne Frauen sind sehr attraktiv- aber deren Partner_Innen wissen auch, dass dadurch der Konkurrenzdruck gegenüber den Mitbewerber_Innen steigt, und damit der Streß, denn die anderen Männer/Frauen finden attraktive Frauen ebenfalls sehr begehrlich.  Kurt Tucholsky sagte es so: "Man wünscht sich eine lange dünne, und bekommt eine kurze Dicke!", damit aber auch weniger Stress mit der allgengenwärtigen Konkurrenz. In der Tat paaren sich durchschnittlich aussehende Männer und Frauen definitv häufiger als sehr gut aussehende, das wurde von Sozialwissnschaftler_Innen der Universität Bielefeld schon in den 90er Jahren mittels einer Befragung so eruiert (ich spreche da auch aus eigener Erfahrung!). In Rheinland-Pfalz reden wir in diesem Zusammenhang von "bodenständigen Menschen" (die besonders häufig in der tiefen Eifel angetroffen werden). In der Tierwelt verhält es sich ähnlich: Sehr bunte, laut singende, männliche Vögel  paaren sich ehr als unscheinbare, weil sie für Weibchen attraktiver und dadurch interessanter und gesünder wirken als weniger bunte Artgenossen. Bei Tieren sind die Weibchen fast immer optisch unscheinbar- bei Menschen ist es umgekehrt. Wenn ein Huhn stirbt, sind Tausende von potentiellen Eiern futsch. Ein Hahn, der diese Eier befruchtet, kann durch einen anderen ersetzt werden, ohne dass die gesamte Hühnerschar vom Aussterben bedroht wird. Frösche, die am lautesten Quaken, werden von den Weibchen zuerst gehört. Die weiblichen Frösche verbinden das laute Quaken mit Stärke, mit einer guten Genetik. Die lauten Frösche riskieren aber auch, dass sie von ihren Fressfeinden ebenfalls gehört und dann als erste verspeist werden. Frösche, die in der mittleren Tonlage quaken, müssen sich mit der zweiten Wahl begnügen- überleben aber eher, was ja auch ein nicht zu verachtender Vorteil ist.  Auf uns Menschen übertragen heißt das für besonders "rote Vögel": Vom Innengeheimdienst als "bunter Vogel" beobachtet und "ausgeschaltet" zu werden, zum Beispiel durch ein Berufsverbot, durch die Vernichtung der bürgerlichen Existenz. Da greift bei vielen die Selbstzensur: Die einen quaken deutlich leiser- die anderen schweigen ganz, bewegen sich kaum - und fühlen deshalb auch nicht ihre Fesseln. Selbstzensur als Überlebensstrategie.  Das führt wiederum zu der verqueren, unpolitischen Einstellung: "Alles schön bunt hier und in bester Ordnung!". Im gesellschaftlichen Miteinander verhält es sich wie mit der Hefe im zähen Hefeteig: Ohne Hefe geht der Teig nicht hoch! Oder anders gesagt: Es waren immer (!) zuerst Minderheiten, die wie ein Enzym/Katalysator in der Gesellschaft wirkten, in Form von Querdenker_Innen. Sie ,die Querdenker_Innen, agierten und agieren frei nach dem Brecht'schen Satz: "Wer sich nicht (!) in Gefahr begibt, kommt in ihr um!". Genau solche Menschen brauchen wir: Engagierte Antikapitalisten, Antifaschisten, Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten, Humanisten - also viele bunte, rote Vögel, die laut zwitschern und trillilieren, die sich nicht einschüchtern lassen, ihre Ängste gegenüber der Obrigkeit ablegen! Denn wer leise ist, ganz bescheiden und schüchtern auftritt- den hört und sieht man nicht, der bewirkt auch nichts! Tagesspruch: Wer intelligent ist, muß nicht unbedingt gebildet sein. Aber: Wer sehr gebildet ist, ist auch intelligent!
Dieser Beitrag wurde am Montag, 30. Juli 2012 um 15:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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