Wolfgang Huste Polit- Blog

Pharmakonzerne gehören in staatliche Hand. Von Wolfgang Huste

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Immer häufiger kommen Pharmakonzerne in Verruf- nicht nur in Deutschland. Immer häufiger wird festgestellt, dass dieses oder jenes Medikament im besten Fall völlig überflüssig ist, im schlimmsten Fall sogar tödlich wirken kann. Dennoch verkauft zum Beispiel Boehringer trotz massiver Kritik das umstrittene Schmerzmedikament Buscopan Composto weiter im Ausland. Pharmakritiker haben das in der TV-Sendung "Report Mainz" angeprangert. Der enthaltene Zweitwirkstoff Metamizol kann schwere Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen haben (Stichwort: "Allergischer Schock"). Aus Profitgründen will Boehringer den Verkauf dieses Medikaments im Ausland nicht stoppen. "Bei manchen Unternehmen ist die Profitorientierung stärker als das ethische Profil", so Prof. Peter Schönhöfer, Pharmakologe. Ein zweites Beispiel (unter vielen anderen, ähnlich gelagerten Fällen): Gegen den Pharmakonzern Roche ist auf Verlangen der EU-Kommission ein Verfahren wegen mutmaßlicher Mängel bei der Überprüfung der Sicherheit von Medikamenten eröffnet worden. Roche soll in mehreren Tausend Fällen Hinweise auf potenzielle Nebenwirkungen von Medikamenten nicht ordnungsgemäß nachgegangen sein. Mein Standpunkt: Gesundheit ist keine Xbeliebige Ware unter vielen anderen. Das Recht auf Gesundheit und auf sichere, wirksame und bezahlbare Medikamente muß für alle Menschen gelten, völlig unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Deshalb fordere ich, dass der Staat Medikamente herstellen läßt, unter der stengen Kontrolle von Fachleuten, unter einer öffentlichen, demokratisch gewählten und legitimierten Aufsicht. Nicht der Profit sollte dann im Mittelpunkt aller Betrachtungen und Handlungen stehen, sondern die optimalste Gesundheit bzw. Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 25. Oktober 2012 um 11:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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3 Comments »

  1. Was für eine idiotische Idee! Der Staat mit seiner inkompetenten Bürokratie wäre die allerletzte Institution, bei der ich meine Gesundheit aufgehoben wissen möchte. Das bereits bestehende System richtet mehr Unheil an, als alle pharmazeutischen Unternehmen zusammen – die nutzen letztendlich nur die Möglichkeiten bzw. Vorschriften, die der jeweilige Staat ihnen macht.

    Und überhaupt sollte mal darüber nachgedacht werden, welche „Möglichkeiten“ man damit einem Staat gibt. Der kann dann nicht einmal behelligt oder verklagt werden.

    Comment: Dirinella – 27. Oktober 2012 @ 13:32

  2. Ein typisches Beispiel wo Linke Monopole schaffen wollen. Wie das endet kann man in der Vergangenheit sehen. Brauchen wir das noch einmal?

    Ich denke die Menschen sollten nicht schon wieder Verantwortung abgeben. Sie sollten vielmehr Selbstverantwortung übernehmen.

    Man abgesehen davon, das man selbst Schuld ist wenn man sich Impfen oder mit massig Medikamenten behandeln lässt.

    Zu was hat uns das staatliche Gesundheitssystem gemacht? Auf jeden Fall nicht zu gesünderen oder auch nur besseren Menschen.

    Comment: ladida – 27. Oktober 2012 @ 14:48

  3. Ich bin für eine Vergesellschaftung der Pharmaindustrie, nicht so sehr für eine Verstaatlichung, denn: Innerhalb des kapitalistischen Gesellschaftssystems vertritt der Staat als ideeller (= gedachter) , abstrakter (= allgemeiner) Gesamtkapitalist nur die Interessen der Einzelkapitalisten, nicht so sehr die Interessen der Majorität. Er hat also – insgesamt betrachtet – keine anderen wesentlichen Interssen als die Einzelkapitalisten, demnach ist er auch nicht neutral. Der Staat dient also – insgesamt betrachtet – primär der Kapitalseite. Deswegen haben wir eher eine asoziale (= antigesellschaftliche) Umverteilung von unten nach oben – als umgekehrt. Deshalb müsssen fachkundige, demokratisch gewählte und legitimierte NGOs die Aufsicht über die Pharmakonzerne übernehmen, Siehe auch hier: http://medizin-heute.net/Gesundheit/2012/03/08/nebenwirkung-tod-ein-ehemaliger-pharmamanager-packt-aus/

    Comment: Wolfgang Huste – 03. November 2012 @ 09:04

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