Wolfgang Huste Polit- Blog

Drei (imperialistische?) „Hunde“ kämpfen um die selben „Knochen“ Von Wolfgang Huste

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Es ist richtig, wenn man sachlich feststellt, dass Russland geographisch im Osten, und die Mitgliederstaaten der EU vorwiegend im Westen angesiedelt sind. Politisch geht es aber nicht um einen Kampf zwischen Ost und West, sondern zwischen einem westlichen gegen einen anderen "westlich orientierten" (pro kapitalistischen) Staat. Soll heißen: Es bekämpfen sich zwei verschiedene imperialistische, pro kapitalistische Staaten (keinesfalls aber unterschiedliche "Systeme"!)- Staaten mit den weitestgehend gleichen Zielen und ideologischen Inhalten. Auf der einen Seite spricht man von Oligarchen (die Konzerne vertreten respektive besitzen), auf der anderen Seite die "klassischen" privaten Konzerne, die "Global Player", ihre Lobbyisten und die pro kapitalistischen Nationalstaaten, vertreten durch pro kapitalistische, meistens äußerst konservative, immer repressiver handelnde Regierungen (repressiv wirkend gegen die eigene Bevölkerung, zum Beispiel in Form eines allgemeinen Sozialabbaus, durch Einschränkungen bei den bürgerlichen Rechten und auch in Richtung anderer Staaten).   Es ist ein (imperialistischer) Krieg um Einflussnahme, um Rohstoffe, um Absatzmärkte - wie gehabt. Die Situation ähnelt der Vorkriegssituation, wie wir sie damals beim ersten und zweiten Weltkrieg hatten. Ein imperialistischer Staat versucht den anderen zu besiegen, um seine Hegemonialmacht auszubauen. Das läuft keineswegs so ab wie im schlechten Western- da die "guten" Siedler, auf der anderen Seite die "bösen" Indianer. Putin ist genauso pro kapitalistisch gesinnt. Nur mit dem kleinen aber sehr bedeutenden, da zumindest eskalationshemmenden Unterschied, dass Putin eine erstaunliche Ruhe gegenüber den politischen, militärischen und ökonomischen Provokationen aus Richtung EU und Amerika zeigt. Erstaunlich deswegen, weil Russland objektiv = nachweisbar regelrecht von westlichen NATO-Basen eingekesselt wird und dadurch sich berechtigt bedroht fühlt und faktisch auch bedroht wird. Die NATO ist bekanntlich (?) schon lange eine pro kapitalistische, westlich dominierte Kampfeinheit zugunsten des Kapitals. Drei Hunde beißen sich um die selben Knochen. Sie kämpfen gegeneinander um Rohstoffsicherung, billige Arbeitskräfte und um erweiterte Absatzmärkte. Auf der einen Seite heißen die Hunde Russland, Amerika und Europa. Auf der anderen Seite findet sich der mächtige, riesige "Hund" China. Dazwischen sind die sogenannten Schwellenländer, und last but not least die "einfachen" Menschen, Menschen so wie Du und ich. Bevor wir uns aber wieder einmal in Kriege (ent)senden lassen, sollten wir mit unseren Möglichkeiten versuchen, die Hunde an die Ketten zu legen. Von einem vorzeitigen Schlachten zum Selbstschutz will ich hier lieber nicht reden.
 
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 04. September 2014 um 16:22 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Weil Putin ja an billigen Arbeitskräften interessiert ist, hat er erstmal die Gehälter und Renten auf der Krim erhöht. Und weil er ja den Staat wie eine Gans ausnehmen will, hat er Chordowskis vorbildliche staatliche Firma zerschlagen. Weil der ja absolut prokapitalistisch und nationalistisch ist. Wegen letzterem hat er dann Kuba fast alle Schulden erlassen. Wie imperialistisch.
    Setzen, nacharbeiten und lernen, lernen, lernen.

    Comment: tut nix – 19. Februar 2015 @ 16:07

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