Wolfgang Huste Polit- Blog

Absolut unbegreiflich. Paul Craig Roberts, US-Ökonom und Staatssekretär unter Ronald Reagan, veröffentlichte am Donnerstag auf seiner Webseite einen Kommentar zur Rede von US-Präsident Barack Obama vor der UN-Generalversammlung:

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Obamas Rede vor der UN-Vollversammlung am 24. September in New York ist die absurdeste Sache, die ich in meinem ganzen Leben gehört habe. Es ist absolut unbegreiflich, daß der Präsident der Vereinigten Staaten sich vor die gesamte Weltgemeinschaft stellte, um Dinge zu erzählen, von denen jeder weiß, daß es sich um eklatante Lügen handelt, wobei er zugleich Washingtons Doppelmoral demonstrierte und seine Überzeugung, daß nur die Vereinigten Staaten als die außergewöhnliche und unverzichtbare Nation das Recht haben, jederzeit das Völkerrecht zu verletzen. Noch erstaunlicher war es, daß nicht jeder der Anwesenden aufstand und die Versammlung verließ. (…)

Der Rest von Obamas Rede war völliger Schwachsinn (…). Es ist unmöglich, unter den absurden Aussagen in Obamas Rede die unverschämteste Lüge herauszusuchen. Vielleicht ist es die: »Die russische Aggression in Europa erinnert an die Zeiten, als große Nationen bei der Verfolgung ihrer territorialen Ausdehnung kleine Staaten zertraten.« Oder ist es diese? »Nachdem die Menschen in der Ukraine zu populären Protesten und Reformen aufgerufen hatten, floh ihr korrupter Präsident. Gegen den Willen der Regierung in Kiew wurde die Krim annektiert. Rußland überhäufte die Ostukraine mit Waffen, stachelte gewalttätige Separatisten auf, und in dem Konflikt wurden Tausende getötet. Als eine zivile Passagiermaschine über dem von prorussischen Kräften kontrollierten Gebiet abgeschossen wurde, weigerten sie sich tagelang, den Zugang zur Absturzstelle zu ermöglichen. Und als die Ukraine begonnen hatte, wieder die Kontrolle über ihr Territorium zurückzugewinnen, hat Rußland all seine Zurückhaltung bei der Unterstützung der Separatisten fallen gelassen und ist mit seinen Truppen über die Grenze einmarschiert.«

Die ganze Welt weiß, daß Washington die rechtmäßig gewählte, ukrainische Regierung gestürzt hat, daß Washington sich weigert, seine Satellitenfotos vom Abschuß der malaysischen Verkehrsmaschine freizugeben, daß die Ukraine sich weigert, die Anweisungen ihrer Flugsicherung an das Verkehrsflugzeug offenzulegen, daß Washington eine echte Untersuchung der Zerstörung des Verkehrsflugzeugs verhindert hat, daß die europäischen Experten, die am Absturzort waren, ausgesagt haben, daß beide Seiten des Cockpits von Maschinengewehrfeuer durchsiebt waren, ein Hinweis, daß das Verkehrsflugzeug von den ukrainischen Jets abgeschossen wurde, die dicht hinter ihm waren. (…)

Die ganze Welt weiß, daß Rußland keine territorialen Ambitionen hat. Wenn es anders wäre, hätte das russische Militär sich nicht wieder zurückgezogen, nachdem es die von den USA ausgebildete und ausgerüstete georgische Armee zerschlagen hatte, die zuvor Südossetien angegriffen hatte. Der Kreml hat Georgien nicht wieder eingegliedert, obwohl es über Jahrhunderte Bestandteil Rußlands gewesen war.

Wenn Washington Bomben wirft und in 13 Jahren ohne Kriegserklärung in sieben Länder einfällt, dann ist das keine Aggression. Eine Aggression findet erst dann statt, wenn Rußland die mit 97 Prozent der Stimmen zustandegekommene Petition der Krim zur Wiedervereinigung mit Rußland annimmt. (…)

Übersetzung: Rainer Rupp

Vollständiger Text im Internet: www.paulcraigroberts.org

Quelle: www.jungewelt.de vom 01.10.14
Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 01. Oktober 2014 um 12:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Blog abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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