Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ermittelt gegen eine Gruppe von Neonazis aus dem Donnersbergkreis. Es werde untersucht, ob die Mitglieder des „Heimatschutzes Donnersberg“ für Sachbeschädigungen an zwei türkischen Imbissläden in Otterberg und Wolfstein verantwortlich seien, so die Behörde.
Der Verdacht richte sich gegen eine Gruppe junger Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren, teilte der leitende Oberstaatsanwalt Helmut Bleh mit und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung „Rheinpfalz“ vom Samstag. In der vergangenen Woche seien acht Wohnungen in der Pfalz durchsucht und Datenträger sowie Schriften sichergestellt worden. Darunter habe sich auch Material der NPD befunden.
Bis jetzt habe man keinem der Tatverdächtigen die Taten nachweisen können, sagte Bleh. Allerdings seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte er keine weiteren Angaben machen.
Keine Hinweise auf Verbindungen zu Zwickauer Zelle
Laut Bleh gibt es derzeit keine Hinweise auf eine Verbindung des „Heimatschutzes Donnersberg“ zu der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) aus Zwickau. Der NSU wird unter anderem für zehn Morde in den vergangenen Jahren verantwortlich gemacht. Die Opfer waren überwiegend türkische Imbissbetreiber und eine Heilbronner Polizistin.
Quelle: SWR Nachrichten 12.12.2011
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