Pressemitteilung
Bad Neuenahr. Die Vorbereitungen zur Wahl des Migrations- und Integrationsbeirats stehen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Partei Die Linke am Donnerstag, 29. Oktober in den Bahnhofstuben, Bad Neuenahr. Ab 19.30 Uhr stellen die Kandidatinnen der „Bunte Liste – Gemeinsam Zukunft gestalten“ sich und ihr gemeinsam erarbeitetes Programm für die Wahl am 8. November vor. Für die Stadt Bad Neuenahr und den Kreis Ahrweiler kandidieren Marion Morassi (Reiseverkehrskauffrau, Ahrweiler), Wolfgang Huste (Antiquar und Auktionator, Ahrweiler), Noureddine Damiani (Facharbeiter, Bad Neuenahr), Mohamed Lamrani (Rentner, Bad Neuenahr) und Hafiz Lalic (Berufskraftfahrer, Bad Neuenahr). Kreisweit kandidieren außerdem Harald W. Jürgensonn (PR-Berater und Journalist, Brohl-Lützing) und Kashif Sheikh (Rentner, Sinzig). Die Versammlung ist für alle Bürgerinnen und Bürger offen, erläutert werden grundsätzliche Dinge zur Beiratswahl sowie die konkreten Punkte der „Bunten Liste“.
Bad Neuenahr. Ein Familienpass mit Ermäßigungen für kinderreiche Familien, wie er zurzeit im Rat diskutiert wird, reicht der Partei DIE Linke nicht. Marion Morassi, Sprecherin des Ortsverband Bad Neuenahr: „Wir gehen einen Schritt weiter und fordern einen Sozialpass für alle finanziell schwächer gestellten Personen im Kreis Ahrweiler. Auch Rentner und alleinerziehende Mütter und Väter mit nur einem Kind oder Singles, die auf Transferleistungen angewiesen sind, sollen von diesem Projekt nicht ausgeschlossen werden!“
Die Einführung eines umfassenden Sozialpasses stellte die Linkspartei auch schon in ihrem kommunalen Kreiswahlprogramm vor. Morassi: „Und bei der ersten öffentlichen Veranstaltung unserer Ortsverbände Bad Neuenahr und Bad Breisig zum Thema „Reich und Arm in den Kurstädten“ wurde deutlich, dass es bei Armut nicht nur um kinderreiche Familien geht, sondern weitaus mehr Menschen davon betroffen sind.“
„Wir haben sogar schon ein konkretes Finanzierungsmodell“ so Wolfgang Huste, ebenfalls Sprecher der Linken Bad Neuenahr. „Es ist besser, die Stadt oder Träger von öffentlichen Einrichtungen erhalten 50% des Eintritts z.B. in das städtische Schwimmbad oder den halben Fahrpreis für die Nutzung des ÖPNV, als gar nichts, wenn die betroffenen Personen es sich sonst nicht leisten können, diese zu nutzen. Eine Kommune ist keine Firma, die Gewinne erzielen soll, sondern sie muss kostendeckend agieren und ihre Einnahmen und Überschüsse auch an die Bürger weitergeben.“
Konkret fordert die Linke die allgemein mögliche Teilhabe an Bildung, z.B. von Nachhilfe bis Volkshochschule. Die Teilhabe am Sport soll sicherstellen, dass alle Kinder schwimmen lernen können: „Das ist sogar aktive Unfallverhütung, da die Kinder vorm Ertrinken bewahrt werden“, sagt Marion Morassi und ergänzt: „Allen Kindern muss eine musikalische Grundausbildung ermöglicht werden. Die kann nicht nur ein Privileg von einigen wenigen Kindern aus reichem Elternhaus sein. Die im Grundgesetz verankerte freie Entfaltung der Persönlichkeit muss von Staat und Kommunen aktiv gefördert werden.
V.i.S.d.P.: Marion Morassi OV DIE LINKE. Bad Neuenahr Tel. 0151-51045682
Zu den Aktivitäten des Ortsverbands im Gründungsjahr 2009 zählte ein Bürgerfrühstück auf dem Alten Markt in Bad Neuenahr. Rund hundert Passanten kamen als spontane Gäste zum Bürgerfrühstück der Linken am Alter Markt. Fast fünf Stunden lang diskutierten die Ortsverbandssprecher Marion Morassi und Wolfgang Huste mit rund 100 Passanten. Die Themen reichten vom Tourismus über Umwelt- und Verkehrspolitik bis zur Kultur. Außerdem ging es um das umstrittene Grafschafter Factory Outlet Center und den Nürburgring-Skandal.
Harald W. Jürgensonn vom Ortsverband Bad Breisig und Ehefrau Angelika Jürgensonn-Korjenic und die Neuenahrer Parteifreunde diskutierten und erläuterten auch die Ziele der Ökologischen Plattform der Linkspartei in Bezug auf erneuerbare Energien, gentechnikfreie Landwirtschaft und den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft.
Wolfgang Huste sagte, er wolle in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Kulturverbund aufbauen, vor dem Einheimische, Kurgäste, Touristen, Künstler und Gastronomie gleichermaßen profitieren sollen.